Wissenschaftlicher Hintergrund

Das Interventionsmodell von SoS Violence basiert ursprünglich auf den Gewaltforschungen der Gewalt Akademie Villigst. Im Laufe der Jahre entwickelten wir das Modell jedoch immer weiter: So beeinflussten Ergebnisse von den US ForscherInnen im Bereich Gewalt an Schulen (Dr. Diane Felmlee of Penn State University’s Department of Sociology and Criminology and Dr. Robert Faris of UC Davis’ Department of Sociology) unsere Arbeit maßgeblich. Vor allem in Bezug auf die neuesten Forschungen zu dem wachsenden Problem von virtueller Gewalt besteht enge Zusammenarbeit mit Dr. Faris. Die Grundlagen von SOS Gewalt sind außerdem weitergehend inspiriert durch die  Alternative Violence Prevention (AVP) und dem International Institute for Restorative Practices (IIRP). Diesen Reichtum an Wissen haben wir praktisch an unsere Methoden angepasst und mit eigenen effektiven Strategien verknüpft, durch den Gründer und Vorsitzenden von SOS Gewalt, Herr Yony Tsouna.

 

Kooperation mit Dr. Robert Faris, U.S.

Dr. Faris Associate Professor, Department of Sociology, University of California at Davis. Seine Forschungsgebiete sind Soziale Psychologie, Social Networks, abweichendes Verhalten und Delinquenz.

Prof. Robert Faris bietet einen alternativen Zugang an, warum Jugendliche Gewalt anwenden: Beliebte Kinder nutzen Mobbing, Aggression und Gewalt um ihren sozialen Status innerhalb der peer group entweder zu verbessern oder zu erhalten. Seine Forschungsergebnisse bezüglich des Bestrebens zum sozialen Aufstieg, die mit wachsender Aggression und Mobbing verknüpft sind, und sein alternativer Zugang zu Jugendgewalt sind aufschlussreich und erlauben eine größere Einsicht in die Hintergründe, warum Jugendliche Gewalt anwenden. SOS hat Faris‘ Arbeit in den letzten fünf Jahren im Detail verfolgt und insbesondere in den letzten Monaten einen engen Kontakt gepflegt. Einen direkten Wissensaustausch streben wir im nächsten Jahr an.  

Wichtige Ergebnisse seiner Forschungen:

Faris und Felmlee: Aggression ist ein essentieller Teil der „sozialen Stellung“.

  • Aggression ist normalerweise keine Reaktion auf fehlende Anpassung von SchülerInnen an den Rändern der Gesellschaft.
  • Aggression wird genutzt, um den sozialen Status zu verbessern oder zu erhalten.
  • Aggression wächst mit Anstieg der Stellung eines Kindes, bis es die Spitze (obere 4%) der Hierarchie erreicht hat.
  • Der soziale Status kann durch die Nutzung von Aggression tatsächlich verbessert werden.

 

KiVa – Anti- Mobbing Zugang aus Finnland

Durch unseren wissenschaftlichen Austausch mit dem Forscher Dr. Robert Faris wurden wir auf das Mobbing- Präventionsprogramm der finnischen Organisation KiVa aufmerksam gemacht. Aktuell ist KiVa eines der vielversprechendsten Anti- Mobbing Programme. Es wurde an der Universität Turku/Finnland entwickelt und arbeitet eng mit Schulen und deren Trainern zusammen. Das Programm wird von Partnerinstitutionen aus vielen Ländern inner- und außerhalb Europas unterstützt.

Wichtige Ergebnisse der Forschungen:

  • Mobbing ist ein strategisches Verhalten, das darauf abzielt, Dominanz über andere zu erlangen
  • Interventionen sind erfolgreicher, wenn dieser funktionale Aspekt von Mobbing mit einbezogen wird

 

International Institute for Restorative Practices (IIRP)  -Hochschule für Aufbaustudien-

Mit ihren Aufbaustudien IIRP fördert soziales Lernen und die Minderung von Gewalt und unsozialem Verhalten. Durch das Entwickeln von Theorien und dem Durchführen von Forschungen auf diesem Gebiet, erreicht IIRP ein großes Publikum weltweit. Mit dem Ziel, menschliches Verhalten positiv zu beeinflussen und die Gesellschaft zu stärken, decken sich die Prinzipien von SoS Violence mit IIRP. Die erarbeiteten Inhalte wurden in das Programm von SoS aufgenommen und mit unseren eigenen Methoden verknüpft. Wir stehen in engem Kontakt mit der Organisation was gegenseitige Besuche und Wissensaustausch einschließt.

 

Accessibility