von SchülerInnen und Schulen

SchülerInnen

“Lieber Boaz!

Wir, die Kinder des Leadership Programms, wollen dir für all deine gute Arbeit während unserer vier Treffen danken. Wir sind heute mit einem guten Gefühl im Herzen und viel Enthusiasmus gegangen.

Wir kamen zu dir, um zu lernen, was es bedeutet ein starkmachendes Kind zu sein. Du sagtest wir sollen fröhlich sein, anderen zuhören und ihnen helfen wenn nötig und wir sollen wissen, was in schwierigen Situationen zu tun ist

Wir möchten dir sagen, dass du ein guter Mensch und ein guter Freund bist, der weiß, wie alles zur richtigen Zeit gemacht wird.

Danke für all deine guten Taten und deine Hilfe, deine Bereitschaft dein Wissen zu teilen, dafür, dass du uns zugehört hast und uns gegenüber sensibel warst. Wir haben dich lieb und hoffen du kommst nächstes Jahr wieder.

Von uns allen – den Leadership Programm SchülerInnen!”

„Der Matzmichim Workshop hat mir viel geholfen: ich habe zum Beispiel gelernt mich für andere zu freuen, nachzugeben und alle als gleichwertig anzusehen. Er hat mir dabei geholfen, die anderen zu verstehen, ihnen auch meine Meinung mitzuteilen und ihre Gesellschaft wertzuschätzen. Während der Workshoptage habe ich gelernt anderen zuzuhören, wie ich meine Freundschaften verbessern kann und wie man sich gegenseitig vertraut. Ich würde mich sehr freuen, wenn nächstes Jahr wieder ein solcher Workshop in der Klasse stattfinden würde.“

-Hagit, Schülerin, Jerusalem

„Danke für dieses wunderbare Jahr, in dem ihr so viel für mich getan habt. Ihr habt mir geholfen, Vertrauen in die Klasse zu gewinnen und zu erkennen, wer meine wirklichen Freunde sind. Die vielen Diskussionen mit der Klasse haben Spaß gemacht und ich habe viel über meine MitschülerInnen gelernt.“

-Alon, Schüler, Schoham.

„Ich bin dankbar für den Workshop, auch wenn ich am Anfang dagegen war. Am Ende habe ich verstanden, wie wichtig diese Leute [SOS Violence TrainerInnen] waren und wie sehr sie uns geholfen haben.“

-Eran, Schüler, Haifa.

 

Hallo Boaz!

Als erstes möchte ich dir danken, dass du zu uns in die Klasse gekommen bist und uns geholfen hast und zu öffnen. Ich finde der Workshop war sehr wichtig für uns, weil die Situation in der Klasse vorher nicht wirklich gut war. Dank dir hat sich die Situation verbessert. Für mich war der Workshop aufregend und hat Spaß gemacht. Ich mag die Methoden und Spiele die du vorbereitet hast sehr. Ich habe verstanden, dass jedes Spiel das wir gespielt haben eine Bedeutung hatte und ich habe daher viel aus ihnen gelernt. Ich weiß deine Akzeptanz gegenüber jedem und jeder von uns (sogar gegenüber denen die gestört haben) zu schätzen. Nochmal Danke für alles!

Tal

Eine Geschichte über Freundschaft

Ich bin eine Schülerin in der 6. Klasse. Dieses Jahr haben wir viel über das Thema Freundschaft gesprochen. Letztes Jahr hatte unsere Klasse einige Workshops von SOS Gewalt. Da haben wir über Streitschlichtung, Freundschaft und darüber gesprochen, wie Kinder andere Kinder stark machen können. Während der Workshops, aber auch in der Klasse haben wir uns Ziele gesetzt, wie wir die Atmosphäre in der Schule verbessern können.

Zum Beispiel wollten wir die Beziehung zwischen verschiedenen Klassen verbessern. Die großen Kinder sollten die kleineren weniger ärgern. Wir wollten auch versuchen, mehr Respekt voreinander zu haben und andere Meinungen zu akzeptieren. Und besonders wollen wir auch lernen, was ein “Starkmacher” ist und wie man lernen kann, andere Kinder stark zu machen.

Was ist ein “Starkmacher”?

Wir haben über das Thema dieses Jahr viel nachgedacht und diskutiert. Dann haben wir gemeinsam herausgefunden, dass ein “Starkmacher” jemand ist, der versucht die Gesellschaft zu verbessern und dem es nicht egal ist, wenn es jemand anderem schlecht geht, auch wenn es allen anderen egal ist.

Ich fühle mich jetzt wohler in der Schule. Seit wir die SOS Workshops machen, ist die Klassengemeinschaft schöner. Wir glauben alle, dass, wenn uns Freundschaft wichtig ist, es weniger Streit und Gewalt gibt. 

Es ist schön, wenn du morgens aufstehst und gerne in die Schule gehst, weil du weißt, dass du respektiert wirst, so wie du bist.

Ein Schüler, 9. Klasse, Zur-Jam, Haifa:

Ich finde, dass der Workshop für alle Schulen wichtig ist. Durch ihn habe ich mehr über die Verschiedenartigkeit von Menschen gelernt und darüber, dass das, was ich von außen sehe, nicht immer den Gefühlen der Menschen entsprechen muss.  Ich habe also gelernt, andere besser zu verstehen. Die TrainerInnen haben mich dazu ermutigt, zu sagen, wenn mir etwas zu viel wird. „Stopp – das reicht! Ich möchte das nicht“ zu sagen bedeutet nicht, dass ich vor anderen als Schwächling da stehe. Der Workshop hat dazu beigetragen, dass wir jetzt eine Gruppe sind und einander zuhören. Ich habe zudem viel über mich selbst, meine FreundInnen, meine KlassenkameradInnen und Menschen allgemein gelernt.

Schulen

13.12.2016

“Matzmichim”-Workshops an der Bialik Schule in Kiryat Bialik

Während des letzten Schuljahrs  habe ich bereits von der Organisation SOS Violence gehört. Ich habe mich bei Schulleitern über eure Reputation erkundigt und habe viele Empfehlungen erhalten, auch vom Elternbeirat.

Dieses Jahr habe ich dann entschieden euch in unsere Schularbeit einzubeziehen, in der Hoffnung, dass die Workshops konstruktiven Dialog hervorrufen und fördern würden. Bereits beim ersten Telefonat mit Eran, der für die Organisation der Workshops in Israel zuständig ist, wusste ich, dass ich den richtigen Ort angefragt habe. Eran hat mit viel Geduld mit mir gesprochen und mir mit viel Empathie zugehört. Zuerst  fand ein Gespräch mit Trainerin Milka bei un sim Lehrerzimmer statt und wir haben den Beginn eurer Arbeit an unserer Schule mit viel Erwartung vorbereitet.

 

Gerne möchte ich teilen, dass die Tage, an denen die TrainerInnen Lia, Lior und Avishag an unserer Schule waren, wie eine Feier der Erziehung und der Werte waren. GrundschullehrerInnen kamen zu den Klassenräumen der weiterführenden Schule um zu erfahren, was dort geschieht, weil sie im Lehrerzimmer von den Workshops gehört hatten.

Die drei Tage waren nicht einfach für die Kinder. Dank eurer Hilfe waren sie fähig, wirklich schwierige Themen anzusprechen und zu diskutieren, die in einer sozialen Gruppe verletzend sein können. Und wir, die Erziehungspersonen, saßen am Rand und waren beeindruckt von dem Geteilten, der Offenheit, der Ehrlichkeit und dem Mut unserer Schülerinnen und Schüler.

Die “SOS-Violence-Sprache” breitet sich langsam in den Gesprächen der Schülerinnen und Schüler durch die „Growing Children“ und die Ermutigung und Stärkung der Kinder in allen Ecken der Schule aus.

Durch die Art und Weise, wie ihr zum ersten Mal in unserer Schule gearbeitet habt, durch das gemeinsame Lernen im Lehrerzimmer, durch in Workshops in den Klassenräumen, durch unterstützende Gespräche mit unseren Lehrerinnen und Lehrern während des Schuljahres und durch die Teilhabe der Eltern ist die Arbeit von SOS Violence ein optimaler Prozess an Schulen.

Von Seiten der Eltern gab es viel Unterstützung, weil die Methoden auch als Beispiel für die Erziehung zuhause hilfreich sein kann. Des Weiteren hat die Aufmerksamkeit der Kinder zugenommen und sie bringen häufiger Themen ein, über die sie sprechen wollen.

Der soziale Zusammenhalt unter den Schülerinnen und Schülern in den Klassenräumen nimmt Gestalt an, und Jungen und Mädchen agieren mehr gemeinsam während der Pausen und scheinen mehr Spaß daran zu haben. Ohne Zweifel trägt eure Arbeit dazu bei, dass LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern in ihrer Sprache und ihren Umgang miteinander sensibler und aufmerksamer werden.

Ich möchte den wunderbaren TrainerInnen Avishag, Lior, Milka, Boaz und Lia von ganzem Herzen  danken. Sie haben die Workshops an unserer Schule hochprofessionell  mit unendlicher Geduld und mit ganzem Herz und ganzer Seele sowie mit starkem Glauben in den Prozess durchgeführt. Ich werde alles dafür tun, dass der neue Umgang miteinander und der erziehungsfreundliche Geist, in den Herzen der Kinder der Bialik-Schule – der zukünftigen Generation Israels – weiter wächst.

Hoffentlich können wir auf eine zukünftige Generation blicken, die geduldiger, vergebender, toleranter und empathischer ist. 

“SEI DIE VERÄNDERUNG, DIE DU DIR VON DER WELT WÜNSCHST”

-Mahatma Gandhi

Mit freundlichen Grüßen,

Einat Berko – Schulleiter der Bialik- Schule, Kiryat Bialik

24.3.2014

Das erste Treffen fand vor 5 Jahren statt. Aus den anfangs zögerlichen Meetings wurde eine enge Zusammenarbeit mit der Organisation SOS Violence. Eine Entwicklung, die zeigt, wie wichtig es für mich als Schulleiterin ist, verschiedene Möglichkeiten der Gewaltprävention an Schulen kennenzulernen und auszuprobieren, um zu einem besseren sozialen Klima in Klassenzimmern zu gelangen. Wir hatten uns dazu entschlossen, die SOS Methode auszuprobieren und so wurden die AchtklässlerInnen für drei Tage vom regulären Unterricht befreit. Der normale Unterricht wurde an diesen Tagen gegen Vorträge und einzigartige Kommunikationsspiele und Aktivitäten eingetauscht. SchülerInnen teilten ihre alltäglichen Probleme und Schwierigkeiten in offenen und hilfreichen Dialogen, welche unter anderem folgende Sätze beinhalteten: „Wahrheit“, „Mut“, „was mir auf dem Herzen liegt/ was mich bewegt und beschäftigt“, „sich nicht mehr verstellen“. In den Workshop-Einheiten wurden Themen, das soziale Umfeld betreffend, diskutiert: Ausgrenzung, Beschimpfung, soziale Dynamiken und virtuelle Gewalt in Netzwerken wie „Facebook“ und „Whats-app“.

Die Klasse wurde zu einem unterstützenden Umfeld, unsere SchülerInnen arbeiteten mit den TrainerInnen zusammen und ich konnte beobachten, wie sie eine beachtliche, intensive und nicht gerade einfache Erfahrung gemacht haben. Ich habe zugesehen, wie sie stundenlang zusammensaßen und zugehört haben, Antworten gegeben, ihre Gefühle und Bedürfnisse in Worte gefasst und erzählt haben, welche Probleme sie gerne gelöste hätten. Sie haben auch darüber gesprochen, wie sie Verantwortung für die gewünschte Veränderung übernehmen möchten. Wir waren vom Ausmaß der Ehrlichkeit und Offenheit, welches die SchülerInnen zugelassen haben, überrascht.

Dies ist jetzt das zweite Jahr, in dem ein Team von SOS TrainerInnen eingeladen war, an unsere Schule zu kommen. Das Team wurden herzlich von unseren Fachbereich (den sie im Jahr zuvor kennengelernt hatten) empfangen. Die TrainerInnen sind sehr professionell und vielseitig, sie predigen nicht sondern ermutigen dazu nachzudenken und Eindrücke zu teilen und gemeinsam ein neues unterstützendes und förderndes Umfeld zu schaffen, welches einen offenen und emotionalen Dialog zulässt. Dieser offene, wertschätzende und direkte Dialog wiederum hat die Kraft, die Klasse in einen angenehmen und sicheren Ort zu verwandeln. Es wird gefragt und nicht vordefiniert, was richtig und falsch ist. Durch die Gespräche haben sie gelernt, sich gegenseitig zu vertrauen, sich wirklich kennenzulernen und das Klassenzimmer zu einem Ort zu machen, an dem ihr Privatleben auf innere Stärke trifft, mit dem Wissen, dass sie die Fähigkeit haben eine Veränderung herbeizuführen, dass sie die Macht haben etwas zu verändern und dass sie selbst für Veränderung verantwortlich sind.

Gemeinsam mit dem Lehrpersonal haben wir erlebt, dass der Workshop Veränderungen im Verhalten der SchülerInnen bewirken kann. Mit viel Geschick hat der Kurs es geschafft, mit der sozialen Gewalt innerhalb der Klasse umzugehen und sie so zu einem Ort des Wachstums zu machen und hat SchülerInnen ermöglicht ein Teil der Klassengemeinschaft zu werden. Das „Growing Children“ Modell lehrt wie man gibt, sich kümmert und respektiert ohne zu Predigen. Gemeinsam konnten die SchülerInnen lernen, was die Folgen von Mobbing und dem Erlangen eines Status durch Manipulation sind.

Zusätzlich zu dem Workshop hat ein Kurs für die LehrerInnen stattgefunden. Die Lehrkräfte sollten so die einzigartigen Methoden von SOS besser kennenlernen und dadurch einen noch größeren Effekt in ihren Klassen erzielen. Ich bin stolz darauf, von Anfang an ein Teil dieser Zusammenarbeit zu sein und auch stolz auf die Zusammenarbeit von SchülerInnen und LehrerInnen. Ich war begeistert, die Empathie des Lehrpersonals während dem Workshop zu sehen, nicht zuletzt, weil die SchülerInnen eine Veränderung durchgemacht und einen positiven Beitrag zur Veränderung ihrer Umgebung und des Klassenklimas geleistet haben.

Dies ist die Gelegenheit, Yony Tsouna und seinem Team dafür zu danken, dass sie uns neue Hoffnung auf einen positiven Umgang mit Gewalt in der Arbeit mit all diesen SchülerInnen gebracht haben, dafür, dass sie uns wichtige Methoden beigebracht haben, um richtig auf falsches Verhalten zu reagieren und dafür, dass wir aus einer einzigartigen Erfahrung lernen konnten.

Rebecca Ginzborg,

Schulleiterin der Ironi Gimel School, Haifa

An das S.O.S. Team

Hallo,

wir möchten Ihnen von Herzen für den wunderbaren Workshop, den Sie an unserer Schule veranstaltet haben, danken. Unsere Schule arbeitet mit SchülerInnen, die in pädagogischen Kreisen als „gefährdete Jugendliche“ bezeichnet werden. Wir sehen sie als normale Jugendliche – nicht mehr. Die SchülerInnen die unsere Schule besuchen sind SchülerInnen mit Schwierigkeiten und Problemen. Aufgrund dieser Komplexität sind Kommunikation und andere Prozesse in den Klassen nicht einfach. Wir hatten schon früher von Ihrer wichtigen Arbeit erfahren und haben deshalb beschlossen, Ihren Workshop in unseren vierten Klassen auszuprobieren und durchzuführen. Wir sind sehr froh, dass wir das getan haben.

Der Workshop war bedeutungsvoll, verbindend, inspirierend und wir konnten ein besseres Verständnis und eine bessere Verbindung zu den Klassen aufbauen. Die meisten SchülerInnen haben sehr gut mitgearbeitet. Sie haben eine beeindruckende Art, mit den SchülerInnen umzugehen und durch Ihre Methoden und Techniken haben Sie es geschafft, die Schutzschilder, welche unsere SchülerInnen jeden Tag mit sich herumtragen zu durchbrechen. Unsere LehrerInnen haben Handwerkszeug erlernt, das es ihnen ermöglicht ihre Klassen souverän zu leiten, eine persönliche Beziehung zu den Schülern aufzubauen und bedeutungsvolle Gespräche zu führen.

Wir sind gespannt und freuen uns auf Donnerstag, wenn das Personal diesen Workshop ebenfalls machen wird.

Besonderer Dank gilt Yony und Eran. Wir sind froh, sie zu unserem Kreis – der die High School SchülerInnen unterstützt – zählen zu können. Dies ist eine wichtige Kooperation, die hilft, ihnen eine gute Zukunft zu ermöglichen.

Mit großem Respekt,

Rabbi Israel Fridlander, Rektor der Miri Zafir, Counselor

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