Virtuelle Gewalt

Virtuelle Kommunikation ist Teil des Alltags von jedem Kind

Die virtuelle Welt nimmt eine immer wichtigere Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen ein. Für die heutige Jugend sind Smartphones und andere Geräte der virtuellen Kommunikation im Alltag immer präsenter geworden. Freundschaften werden durch soziale Online-Netzwerke gefördert, Beziehungen beginnen und enden oft im Internet, und der persönliche Status wird durch das Posten auf beliebten Telefonanwendungen hergestellt. Während es Möglichkeiten bietet, sich miteinander zu verbinden, sind die sozialen Netzwerke auch eine Plattform für Cyber-Mobbing und Gewalt.

Virtuelle Gewalt kann jederzeit oder an jedem Ort auftreten. 

Im Gegensatz zu physischer und verbaler Gewalt ist virtuelle Gewalt nicht auf eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort beschränkt. Kinder haben täglich Zugang zu einer unendlichen Anzahl von Online-Welten zu jeder Zeit.

Kelling & Wilsons Broken Window Theory erklären, warum virtuelle Gewalt weitgehend ohne Interventionen anderer in der Online-Community bleibt. Das Gefühl von Verantwortung und Empathie nimmt ab, wenn die Zuschauerzahl steigt. Darüber hinaus ist es besonders bemerkenswert, dass Kinder laut einer Umfrage von Prof. Amos Rolider vom Kinneret College im Jahr 2014 lieber körperliche Gewalt als virtuelle Gewalt melden würden, da sie Angst davor haben, von der virtuellen Welt ausgeschlossen zu werden, entweder als Reaktion der Älteren oder von ihren eigenen Altersgenossen. 

Aus diesen Gründen ist der Umgang mit Gewalt in der virtuellen Welt besonders herausfordernd.

Ein paar Fakten von der israelischen Internet-Vereinigung:

25 % der Kinder geben zu, falsche Identitäten im Internet zu verwenden
23 % der Kinder haben gestanden, das Profil eines anderen Kindes als ihr eigenes
40% der Kinder haben später etwas bereut, was sie im Internet gepostet haben
80% der Kinder kennen ein anderes Kind, dessen intime Bilder ohne Zustimmung online verbreitet wurden

Der Ansatz von Uplifters in Bezug auf virtuelle Gewalt
Uplifters will nicht von der Nutzung sozialer Netzwerke abraten, sondern ermutigt Kinder, sie richtig zu nutzen. Technologie kann ein positiver Teil des Lebens der SchülerInnen sein, aber auch als Medium der Massenzirkulation negativer Botschaften genutzt werden. Ohne Anleitung fällt es Jugendlichen schwer, das Ausmaß möglicher Schäden zu verstehen, die durch soziale Medien verursacht werden können. Ein Knopfdruck genügt, um enormes und weit verbreitetes Leid zu verursachen. Kinder laufen Gefahr, in Sekundenschnelle immensen Schaden anzurichten – oft in einer Weise, die sehr schwer zurückzunehmen ist. Oft werden sie sich des Ausmaßes ihrer Handlungen erst bewusst, wenn der Schaden bereits angerichtet ist. Daher ist es äußerst wichtig, dieses Thema bei SchülerInnen und LehrerInnen gleichermaßen zur Diskussion zu stellen – und zwar jetzt, nicht später.

In unseren Workshops für SchülerInnen geben wir Jugendlichen einen Ort, an dem sie ihre Erfahrungen und Geschichten in der virtuellen Welt diskutieren können. Gemeinsam überprüfen wir verschiedene Formen virtueller Gewalt, geben die Möglichkeit über ethisches Verhalten im Internet nachzudenken und rüsten Kinder und Jugendliche mit Methoden und Werkzeugen aus, die notwendig sind, um virtuelle Gewalt zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, schaffen wir ein unterstützendes Arbeitsumfeld, das frei von Urteilen über spezifische, persönliche Handlungen ist. Auf diese Weise helfen wir den Jugendlichen, neue und konstruktive Wege der Kommunikation im Internet zu finden – in einer Weise, die sie später nicht bereuen werden. Zwei wichtige Aspekte, die wir immer wieder ansprechen – Mut und Authentizität. 

Hier sind einige der Fragen, die wir den SchülerInnen während unserer Workshops stellen: 

Was denkst du über ein Mädchen oder einen Jungen, der dir ein Foto schickt, was du gar nicht haben wolltest? Zum Beispiel ein intimes Foto.

Stellen dir sich vor, du triffst einen netten Jungen oder ein Mädchen, das gerade in die Gegend gezogen ist. Du weißt nichts über ihn oder sie, willst aber mehr erfahren. Du schaust dir seine oder ihre Facebook-Seite an und entdeckst, dass er oder sie Mitglied von “Hassgruppen” ist und negative Bilder und Videos teilt. Ändert das deine Einstellung zu diesem Jungen oder Mädchen? Wenn ja, was können andere auf deiner Facebook-Seite sehen?

Was denkst du über eine Person, die ständig negative Kommentare auf deinem Profil hinterlässt, dir in der Realität aber niemals Kritik äußert?

Die Mehrheit der Erwachsenen behauptet, nicht gerüstet zu sein, um angemessen mit virtueller Gewalt umzugehen, und Kinder in ihrer Umgebung werden mit Cyber-Mobbing behaftet.

Uplifters entwickelte spezielle Tools, um Kinder und Jugendliche für die möglichen Auswirkungen von Online-Aktionen und Mobbing in den virtuellen Bereichen zu sensibilisieren. Unsere Workshops für Erwachsene, die sich mit virtueller Gewalt und Cyber-Mobbing beschäftigen, informieren über die beliebtesten aktuellen Medienplattformen sowie Techniken für Eltern, ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen, um dieses sensible Thema mit dieser Generation junger Menschen anzugehen. Menschen.

Dies sind die Hauptthemen, die unsere Workshops behandeln:

Was ist virtuelle Gewalt und wie unterscheidet sie sich von traditionellem Mobbing?

Wann sollten wir besorgt sein – Warnzeichen, die darauf hinweisen, dass ein Kind Opfer virtueller Gewalt ist.

Wie können wir am besten handeln, wenn unser Kind Opfer virtueller Gewalt wird?

Die schädlichen Auswirkungen von Cyber-Mobbing.

Welche Faktoren bestärken die Brutalität und Verschärfung des Konflikts?

Was sind Hassgruppen und wie gehen wir damit um?

Was sind die Hauptgründe, die Kinder dazu bringen, den Missbrauch zu verbergen?

Wichtige Tipps für eine sichere und angemessene Nutzung des Internets und der sozialen Netzwerke.

Um mit den rasanten technologischen Veränderungen Schritt zu halten, passt Uplifters die Programme zum Thema virtuelle Gewalt kontinuierlich an die neuesten Innovationen im Umgang mit Social Media und Kommunikation an und integriert neue Forschungsdaten in unsere praktischen Interventionen.

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